Drum o Mensch, sei weise, pack die Koffer und verreise.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Bei der finanziellen Absicherung eines Krankheitsfalles im Ausland sollte sich jeder – unabhängig von der heimischen Krankenversicherung (gesetzlich, privat oder Beihilfe) – mit einer Auslandsreisekrankenversicherung vor unangenehmen Überraschungen schützen.

Für Reisende, die gesetzlich krankenversichert sind, zahlt die Krankenkasse nur einen Teil der Arzt- und Krankheitskosten. Dies gilt innerhalb der Europäischen Union, in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen unterhält.

Jedoch ist die Absicherung sehr rudimentär, da nur die Kosten erstattet werden, die die Bevölkerung im Urlaubsland von der dortigen Krankenversicherung bekommt.

In vielen Ländern ist diese Versorgung aber völlig unzureichend, so dass Ärzte Privatbehandlungen nur gegen zusätzliche Bezahlung anbieten.

Allerdings gilt: Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt genau für diese privatärztliche Rechnungen im Ausland nicht – egal ob Arztbesuch, Krankenhausaufenthalt oder Medikamente.

Daher ist eine Reisekrankenversicherung deshalb auch innerhalb Europas eine mehr als sinnvolle Ergänzung. Insbesondere bei Aufenthalten in Ländern ohne Sozialversicherungsabkommen übernimmt die GKV überhaupt nichts.

Besteht hingegen für den Reisenden in Deutschland eine private Krankenvollversicherung, so übernimmt diese in vielen Fällen die entstehenden Kosten. Dennoch sollten auch Privatversicherte ihren Versicherungsschutz vor dem Urlaub dahingehend prüfen, ob z.B. auch der Rücktransport abgesichert sind, denn nicht alle Tarife decken sämtliche Kosten im Ausland ab. Dies gilt ebenso für Beihilfeberechtigte!

Ein adäquater Auslandsreise-Versicherungsschutz sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Weltweite Geltung ganzjährig auf jeder Reise bei Krankheit und Verletzung im Ausland und einer Dauer, die i.d.R. 8 Wochen umfasst.
  • Freie Wahl des behandelnden Arztes und der Unterbringung und Behandlung im Krankenhaus.
  • Organisation und Kostenübernahme von Hilfeleistungen wie Krankenrücktransport oder Kostenerstattung für Rooming-In bei Kindern.

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